GDT Ausflug 10. - 11.10.2008
... der Ausflug der Regionalgruppe ins Wildgehege Glauer Tal
am vergangenen Wochenende ( 10/11-OKT-2008) haben wir unsere diesjährige Foto-Herbstexkursion ins Wildgehege Glauer Tal bei wunderbarem und warmen Wetter durchgeführt. Ein insgesamt rundes Programm, interessantes Licht (etwas zu spät aufgestanden....), einige interessante Tiere (jaa, eine Grille war auch dabei) weite Räume und viel Individualismus - so oder ähnlich hat es wohl jeder der Teilnehmer empfunden.
Begonnen hat´s für die meisten mit einer mehr oder weniger stressfreien Freitag-Nachmittag-aus-Berlin-Flucht. Mich hats staumäßig gleich am Dreieck Funkturm erwischt und auch mein Navi hatte das Gewicht meines Wohnmobils bei der Auswahl der Route doch geringfügig unterschätzt. Egal, die Strasse hielt und der Parkplatz beim "Bohlensteg" am Blankensee wurde dank des freundlichen Lotsendienstes (Birgit Franzbach erkannte mein unscheinbares Auto.....) auch bald gefunden. Auf dem Parkplatz gesellten sich dann alsbald Nadine und Reinhard Baadke im gelben Postbus-Wohnmobil sowie Josef Vorholt und Armin Preussler dazu und gemeinsam gings dann schwer beladen mit Stativen und sonstigen Equipment zum nahegelegenen Bohlensteg. Dieser war von den früher Angekommenen (Jürgen Bienert mit Gattin, Christian Blumenstein, Steffen Bohl, Jürgen Würtele, Ralf Stein, Carola und Thomas, Volker Herrmann und Phillip Kossmann sowie Melanie & Claudia Möller), die sich in den jeweiligen Unterkünften bereits "eingecheckt" hatten, zu einer vorzüglichen "Vogel im Abendrotlicht -Beobachtungs- und Fotografierstation" umgewidmet worden. Dicht gedrängt auf dem Steg konnte man wunderbar auf´s Wasser schauen und den Gänsen, Reihern und Tauchern (Vogelviecher !) bei ihrem geschäftigen Hin- und Her im dunkelroten Sonnenuntergangslicht zugucken. Ein schlechtgelaunter Graureiher krähte herum und ein dutzend Seidenreiher wurde auch ausgemacht. Tiere zwar weit weg, aber zum Farben einzusammeln hat sich dieser Freitagnachmittag prächtig gelohnt .....

Nachdem auch den ISO-mächtigesten Kameras das Licht ausgegangen war und sich der Hunger knurrend bemerkbar machte, gings ins nahegelegene Körzin in den "Kirschbaum". Durst schnell gelöscht - aber der Hunger..... lang hats gedauert, bis die örtliche Belegschaft den plötzlichen Einfall hungriger Fotografen stillen konnte....... Vielleicht das nächste mal doch mit verlässlichen Anmeldungen ???? Anschließend gab´s noch Gelegenheit Bidler zu zeigen. An Armin´s Stilleben entbrannte, wie auch schon im Ökowerk, eine rege Diskussion über gewollte Unschärfe und Bildaufbau. Phillip zeigte noch spannende Bilder aus der Umgebung (z.B. Jagdaufnahme eines Sperbers) und Jürgen von einem Fotoworkshop aus Ungarn bei Bence Mate. Nach und nach wurde es leerer und da meine Frühmorgenaufsteheigenschaften auch nicht die besten sind, habe ich mich sicherheitshalber gleich auf dem ca. 10 km entferten Treffpunkt des kommenden Tages (Parkplatz am Wildgehege) mit meinem Wohnmobil abgestellt. Morgens trudelten dann die ersten Aktiven mit tatsächlich wohlausgeruhten Gesichter ein. Erstaunlich bald wurd´s aber wieder hektisch, da das sich im Morgennebel brechende Licht die Bäume und Wiesen so bezaubernd schön über die Landschaft ergoss, dass eigentlich nur noch der röhrende Hirsch fehlte........ Die gabs aber erst im Gehege. Und da gings nun im Eiltempo hin, vorbei an Tautropfen behangenen Grashalmen und Spinnweben, Pilzansammlungen und bunten Laub, grummel....

Im Gehege angelangt, waren die Hirsche zwar gut zu hören, aber gar nicht so einfach vor die Optik zu bekommen. Bis man den Dreh raushatte, war irgendwie das Licht nicht mehr so das Schönste. Na ja, zum Plausch mit den Kollegen lud das Wildgehege mit seinen schönen Wegen bei dem herrlichen Wetter aber ausgiebig ein und es ergaben sich auch noch jede Menge hübscher Motive. Paul (Armins Sohn) fotografierte was das Zeug hielt und wurde nur vorüberghend von der Inkompatibilität der 4GB SD-Karte mit dem Wiesel (kein Wildtier sondern technisches Spielzeug) ausgebremst (hier beim Pilze fotografieren).

Sehr gemütlich sah´s auch bei Ralf und Thomas aus, die mit großer Brennweite im Schatten sitzend feststellten, dass Carola irgendwie abhanden gekommen war. So was ? Überhaupt war das Wildgehege doch so groß, dass man einige Kilometer wanderte und kaum Jemand zu Gesicht bekam. Hirsche gabs aber dann doch noch, wenngleich auch etwas anders, als man sich das vorgestellt hatte.


Nachdem Rot-, Damm und Muffelwild genügend abgelichtet wurde, war Kuchenessen an der Cafeteria angesagt - nochmal schnell Revue passiert (es war schon Spätnachmittag) und schon das nächste Ziel vereinbart. Volker, Ralf, Carola und Thomas wollten auf den Beobachtungsturm in Stangenhagen den erneuten Einflug der Vögel beobachten, Armin, Paul, Phillip und ich sind dann noch zu dem knapp 40 km entfernten Rietzer See bzw. den dortigen überschwemmten Wiesen gefahren. Anfangs wenig Gänse, dann aber wie ein langsam kommender Güterzug immer lauter werdend eine unglaublich große Anzahl einfliegender Gänse und Kraniche direkt über unseren Köpfen. Unglaublich. Als dann am Horizont noch ein Starenschwarm hin- und herwabbernd Flugkünste vorführte, na Wahnsinn......... Nach langem anstrengenden Foto-Tag verabschiedete sich Armin und Paul (Phillip war schon abgeholt worden) und müde wie ich war, stellte ich mich wieder gleich an Ort und Stelle zum Schläfchen ab. Das wiederum stellte sich am kommenden Morgen als sehr glücklichen Umstand heraus, konnte ich doch im dichten Nebel sehr nah an die Kraniche ran, die ich zwar kaum sah, diese mich aber auch nicht. Ganz schöne Frühaufsteher, diese Kraniche. Danach gabs Frühstück (ohne Butter, die hatte ich zu Hause vergessen, grrr) und Heimfahrt.

Ich denke das Wildgehege Fotowochende hat Allen Spaß gemacht, es kamen viele alte Hasen, dazu einige neue Gäste (Melanie & Claudia), alte GDT´ler stießen neu dazu (Ralf, Carola und Thomas) und Armin hat den ersten Baustein für gemeinsame Foto-Reisen mit seinem Sohn gelegt. Das ist doch was !
Bis zur nächsten gemeinsamen Fotoaktion, viele Grüße, schönes Licht und die nötige innere Ruhe wünscht euch
Martin